Wohn-Story: Zu Zweit im Minihaus – Aus 150 qm Wohnfläche werden 50 5/5 (2)

Dagmar und Armin Kohler fühlen sich in ihrem Minihaus auf 50 Quadratmetern Wohnfläche sehr wohl. Die notwendige Reduktion des Haushalts auf das im Vergleich zu ihrem vorherigen Familienhaus sehr viel kleinere Platzangebot empfinden sie als Befreiung.

Neue Lebensphase im Flying Space

Von ihrer gemütlichen, mit Holzdielen gefassten Terrassenplattform schaut das Ehepaar Kohler ohne Bedauern auf das 150 Quadratmeter große ehemalige Familienhaus mit der blauen Holzfassade am anderen Ende des Gartens, in dem nun der älteste Sohn Moritz mit seiner Familie wohnt. „Als unser Sohn eine Arbeitsstelle ganz in der Nähe bekommen hat und klar war, dass er sich im Dorf niederlassen möchte, haben wir uns zuerst überlegt, in eine Eigentumswohnung in die Stadt zu ziehen und ihm das Haus zu überlassen, das für uns beide sowieso zu groß geworden war. Die Idee mit dem Minihaus im eigenen Garten hat uns dann noch besser gefallen: Wir müssen unsere gewohnte Umgebung nicht verlassen, behalten unsere sozialen Kontakte und können uns weiter im Wohnort engagieren“, erzählt Armin Kohler. So hat sich das Ehepaar für ein Flying Space – ein mobiles Wohnmodul – mit Holzlamellenfassade und weißen Putzakzenten von Fertighaushersteller SchwörerHaus entschieden. Für Haus, Terrasse und kleinen Vorgarten mit Gemüsebeet wurden vom Grundstück 150 Quadratmeter am Rand abgezweigt. So bleibt immer noch eine große Wiese für die Enkel zum Spielen.

Unkonventionelle Lösungen für wenig Platz

Der Grundriss des Minihauses entspricht einer Drei-Zimmer-Wohnung mit dem Vorteil, dass alle Räume belichtet werden können – auch das Duschbad und die Abstell- und Vorratskammer mit dem Waschtrockner. Über ein paar Stufen betritt man das auf Punktfundamenten gelagerte Haus und findet sich in einer überraschend großzügigen Diele mit Garderobe wieder. Daran schließt sich der 28 Quadratmeter große offene Koch-Ess-Wohnbereich an. Eine Glasschiebetür verbindet den Wohnraum mit der Terrasse auf der Südseite. An beiden Enden des lang gezogenen Baukörpers befindet sich jeweils ein Zimmer. Eines nutzt das Ehepaar als Schlafzimmer, das andere als Büro und zweite Schlafoption.

Grundriss Flying Space von Schwörer Haus mit 50 qm Wohnfläche

Von Altem trennen schafft Platz für Neues

Aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse waren bei der Ausstattung clevere Ideen gefragt. „An der Einrichtung haben wir lange mit den Planern von SchwörerHaus getüftelt“, erinnert sich Armin Kohler. So funktioniert die kleine Anrichte vor der Küchenzeile als Raumteiler zum Esstisch, kann aber bei Platzbedarf auf Rollen beiseite geschoben werden. Im Bad schiebt sich der semitransparente gläserne Spritzschutz bei geöffneter Dusche als Sichtschutz vor das Handtuchregal. Zwar wurde möglichst viel Stauraum in der Kammer, in Einbauschränken und unter dem Bett eingebracht, dennoch mussten Kohlers ihren Haushalt drastisch reduzieren – von der CD-Sammlung über die Kleider bis hin zu den Tassen. „Das hat auch etwas Befreiendes, es ist uns gar nicht so schwer gefallen. Wir haben viele Möbel und Bücher einfach an Bekannte oder soziale Einrichtungen verschenkt“, sagt Dagmar Kohler. „Einige unserer Bekannten haben sich aber schon gewundert, wie man so viel so einfach aufgeben kann“, ergänzt ihr Mann. Für Armin Kohler gar nicht so erstaunlich: „Wir haben festgestellt, dass wir wieder besser mit Nähe, auch räumlich, umgehen können, nachdem der Alltagsstress des Berufslebens weggefallen ist. Außerdem wollen wir in Zukunft sowieso mehr mit dem Wohnmobil unterwegs sein.“

Hausarbeit ist jetzt Nebensache

Einen Vorzug hat das Minihaus auf jeden Fall: „Der Aufwand fürs Putzen ist überschaubar, einmal durchsaugen dauert nur wenige Minuten. Dadurch habe ich viel Zeit gewonnen“, sagt Dagmar Kohler. Da das Flying Space ebenso gut wärmegedämmt ist wie alle Schwörer Häuser, genügt für die Beheizung der Schwedenofen im Wohnbereich, unterstützt von einer elektrischen Fußbodenheizung. Für frische Luft sorgt eine kontrollierte Lüftung. Sehr zufrieden zeigt sich das Ehepaar auch über den schnellen und unkomplizierten Aufbau des Hauses. Per Tieflader wurde es am Stück angeliefert und war nach einem Tag bereits bezugsfertig. „Das Haus kommt fix und fertig an. Das Schöne: man kennt von vornherein die Kosten“, sagt Armin Kohler. Und noch etwas fasziniert ihn an seinem neuen Haus: Es ist mobil. Man kann es einfach wieder auf den Transporter packen und mitnehmen – vielleicht zu einem gegebenen Zeitpunkt eine Option für den jüngsten Sohn.

Text & Bilder: SchwörerHaus KG
www.schwoerer.de

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