Wohneigentum orangefarbenes Haus mediterran

Wohneigentum

Wohnen im Alter im eigenen Haus oder der Eigentumswohnung

Rund 48 Prozent der Deutschen besitzen Wohneigentum, das zeigt eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes im Frühjahr 2019. Als gut abgesichert gilt, wer in der eigenen Immobilie im Alter mietfrei wohnen kann.

Doch die Bedürfnisse ändern sich mit den Jahren. Und so passt die ursprüngliche Traumimmobilie vielleicht nicht mehr in das Lebenskonzept. Aber sie ist eine gute Ausgangslage für neue Wohnideen.

Diese Möglichkeiten bietet die eigene Wohnimmobilie:

1. Verkauf der Immobilie und Investition in neue Wohnform

Reduktion liegt im Trend. Immer mehr Menschen suchen nach der neuen Einfachheit und möchten ihr Wohnumfeld gerne verkleinern. Oft sind nach dem Auszug der Kinder das Haus oder die Wohnung auch einfach zu groß. Smarte Modulhäuser bzw. eine kleinere Eigentumswohnung können da passende Alternativen sein.

Oder das Wohnen auf dem Land wird eingetauscht in ein Leben in der Stadt, da dort kürzere Wege und mehr Freizeit- oder Einkaufsmöglichkeiten locken. Und so wird aus der Villa mit großem Garten auf dem Land ein stylishes Eigentums-Loft mitten in der Stadt, wo der Aufzug direkt in die Etage hält.

Wachsender Beliebtheit erfreuen sich auch gemeinschaftliche Wohnprojekte, Der Verkaufserlös der Immobilie wird dann z.B. zum Teil zur Einlage bei einer Genossenschaft.

2. Verrentung der Immobilie: Leibrente, Teilverkauf, Immobilienrente

Im Alter im eigenen Haus oder der Wohnung wohnen bleiben und trotzdem vom Wert der Immobilie profitieren: Mit einer Immobilienrente kann der finanzielle Spielraum deutlich vergrößert werden. Verschiedene Formen sind möglich, wie z.B. Teilauszahlung in Kombination mit einer lebenslangen Rente. Gleichzeitig wird das lebenslange Wohnrecht im Grundbuch notariell abgesichert.

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3. Umwandlung eigener Immobilie in gemeinschaftliches Wohn-Projekt

Sind das eigene Haus oder die Eigentumswohnung groß genug, kann daraus auch eine Senioren-Wohngemeinschaft oder ein Mehrgenerationen-Haus werden. Vorteile: Man bleibt im gewohnten Umfeld wohnen, reduziert die monatlichen Wohnkosten und verhindert Einsamkeit im Alter.

4. Barrierefreier Umbau der Immobilie

Es gibt viele Möglichkeiten, das eigene Haus oder Eigentumswohnung barrierefrei umzubauen, damit man auch im Alter oder bei körperlichen Einschränkungen dort sicher leben kann. Mögliche Umbauten sind z.B. das Verbreitern der Türen, Entfernen von Türschwellen, Umbau vom Badezimmer, Einbau eines Treppenliftes und Installation smarter Technologien. Unterstützung bei der Finanzierung gibt es u.a. bei den Bausparkassen oder der KfW-Bank.

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5. Untervermietung als Wohnen gegen Hilfe

Dieser Tauschhandel funktioniert denkbar einfach und bietet Vorteile für beide Seiten: Ein Zimmer oder eine Einlieger-Wohnung werden kostenlos (z.B. an Student:innen) gegen Hilfe im Haushalt untervermietet. Die Arbeiten können u.a. Einkaufen gehen, gemeinsames  Kochen, Gartenarbeit und einfache Putzleistungen umfassen. Ausgenommen sind jedoch Krankenpflege oder sonstige medizinische Leistungen. Als allgemein übliche Faustregel gilt: Pro Quadratmeter Wohnraum wird eine Stunde Hilfe pro Monat geleistet.

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