Buchumschlag mit deutschem Text und einer kleinen Illustration einer Schachtel mit der Aufschrift Privat Wegwerfen auf rotem Hintergrund.

Buchtipp: Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen

Wenn Aufräumen zur Lebenskunst wird:

Jenseits der fünfzig fragen wir uns oft, welche Spuren wir hinterlassen wollen. “Döstädning” – ein schwedisches Wort, das Entrümpeln und Abschiednehmen verbindet – gibt darauf eine inspirierende Antwort. Margareta Magnussons Buch öffnet uns die Augen für eine Kunst, die Leben und Erinnerungen ordnet und dabei tief berührt.

Traditionelles Döstädning: Entrümpeln als Lebensphilosophie
In Schweden ist das Entrümpeln mehr als nur eine lästige Aufgabe – es ist eine Lebensphilosophie. Unter dem Begriff “Döstädning” versteht man den Prozess des Sichtens, Sortierens und Entsorgens von Besitztümern, der oft mit der Annäherung an das Lebensende einhergeht. Margareta Magnusson gibt uns einen tiefen Einblick in diese schwedische Tradition und sagt:

“Döstädning bedeutet, dass man Dinge ausrangiert, die man nicht mehr braucht, und seine Wohnung angenehm und ordentlich gestaltet, wenn man spürt, dass der Zeitpunkt näher rückt, da man diese Welt verlassen muss.”

Entrümpeln: Eine Reise durch die Vergangenheit

Entrümpeln ist nicht nur eine physische Aufgabe, sondern auch eine emotionale. Jeder Gegenstand in unserem Besitz hat seine eigene Geschichte. Indem wir uns mit diesen Gegenständen befassen, erinnern wir uns an ihre Bedeutung und ihre Rolle in unserem Leben. Wie Magnusson treffend bemerkt:

“Jeder Gegenstand hat seine Geschichte, und es kann beglückend sein, sich diese Geschichte in Erinnerung zu rufen.”

Das Leben vereinfachen und bereichern

Das Ziel von Döstädning ist nicht nur, sich von überflüssigem Ballast zu befreien, sondern auch, das Leben zu vereinfachen und zu bereichern. Indem wir uns von Dingen trennen, die wir nicht mehr brauchen oder schätzen, machen wir Platz für Neues und Wichtiges in unserem Leben. Magnusson betont:

“Döstädning hat nichts mit Staubwischen oder Putzen zu tun, sondern mit einer dauerhaften Ordnung und Vereinfachung, die einem das Alltagsleben erleichtert.”

Konflikte vermeiden und den Liebsten helfen

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Döstädning ist, den eigenen Liebsten zu helfen, indem man für Klarheit in Bezug auf den eigenen Besitz sorgt. Dies kann zukünftige Konflikte und Schwierigkeiten vermeiden. Magnusson erinnert uns:

“Ich habe so oft den Haushalt anderer Leute aufgelöst, dass ich niemandem die Last aufbürden möchte, hinter mir aufräumen zu müssen.”

Fazit: Eine wertvolle Lektion in Lebenskunst
“Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen” ist nicht nur ein Ratgeber zum Aufräumen, sondern auch ein Buch über die Kunst des Loslassens, das Älterwerden und die Vorbereitung auf das Unvermeidliche. Mit Charme, Humor und Tiefgang nimmt sie uns an die Hand und zeigt uns, wie wir unser Leben und unser Zuhause bereichern können. Für alle, die ihr Leben entrümpeln, vereinfachen und bereichern möchten, ist dieses Buch eine absolute Leseempfehlung.

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Buchcover: Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen

Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen

  • Verlag: S. FISCHER
  • Erscheinungstermin: März 2018
  • 159 Seiten
  • ISBN: 978-3103973235
  • Autorin: Margareta Magnusson
  • Originaltitel : ‎ The Gentle Art of Swedish Death Cleaning

Claudia Mattheis

Frau mit schulterlangem gelocktem braunem Haar, die einen dunklen Blazer und eine silberne Halskette trägt und in die Kamera lächelt.

Claudia Mattheis (Jahrgang 1966) bringt mit 30 Jahren Führungserfahrung als Geschäftsführerin einer Werbeagentur und Chefredakteurin von Print- und Online-Medien strategische Expertise und ein starkes Netzwerk mit. Diese Kombination bildet das Fundament für ihre Mission: LIVVING.de zur führenden deutschsprachigen Plattform für Wohnen & Leben 50plus zu entwickeln. Ihre Leidenschaft für zielgruppengerechte Kommunikation verbindet sie mit einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse der Generation 50plus. Als versierte Netzwerkerin schafft sie Verbindungen zwischen Partnern, die gemeinsam die Lebenswelt einer wachsenden demografischen Gruppe neu denken wollen. Mit ihrem Mann Siegbert Mattheis lebt sie in Berlin-Prenzlauer Berg.

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