Claudia Mattheis, Chefredakteurin von LIVVING wird beim Jahreskongress Wohnen und Pflege im Alter von Heuer Dialog am 19. März 2026 das Panel „Vom Servicewohnen bis zur Pflege-WG – (innovative) Wohnformen mit Zukunft” moderieren. Hier erzählt sie, warum sie das Thema so brennend interessiert.

Wie aus persönlichen Fragen, vielen Gesprächen und Beobachtungen LIVVING als offener Denkraum entstanden ist:
Ich komme weder aus der Immobilienbranche noch aus der Pflege. Ich betreibe kein eigenes Senior-Living-Projekt. Und trotzdem – oder gerade deshalb – gibt es LIVVING.
Wohnen im Alter: Wenn die eigene Suche zur Mission wird
Mein Mann und ich haben uns Mitte, Ende 50 selbst gefragt: Wie wollen wir in Zukunft leben, wohnen, arbeiten? Nicht irgendwann. Sondern absehbar. Und wir haben gemerkt, wie wenig Orientierung es dafür gibt. Wie fragmentiert die Informationen sind. Wie schwer es ist, sich einen Überblick über Wohn- und Lebenskonzepte zu verschaffen.
Denn für viele Menschen unserer Generation stimmt das gängige Bild vom Älterwerden nicht mehr: So lange wie möglich zu Hause bleiben. Denn danach bleibt nur noch das Pflegeheim. Dazwischen? Eine Leerstelle.
Gleichzeitig erleben wir das Älterwerden unserer Eltern hautnah. Mit all seinen Brüchen, Sorgen, Übergängen. Und der Frage, wie viel Selbstbestimmung und Lebensqualität in dieser Phase noch möglich sind.
Alternative Wohnformen im Alter: Von der Recherche zur Plattform
Aus dieser Leerstelle heraus ist LIVVING entstanden. Nicht aus einer strategischen Marktanalyse, sondern aus einer konkreten eigenen Frage: Wenn wir uns das fragen – wie viele andere tun das gerade auch? Und wo finden sie Orientierung?
Da wir in unserer gemeinsamen Werbeagentur in Berlin seit über 25 Jahren Online-Projekte entwickeln, war der nächste Schritt klar: Wir haben LIVVING als Ort aufgebaut, an dem wir alles zusammenführen: Wohnideen, Konzepte, Projekte, Menschen. Nicht, um Antworten vorzugeben, sondern um Orientierung zu ermöglichen.
Selbstbestimmt leben im Alter: LIVVING als Denkraum
Mit der Zeit hat sich daraus mehr entwickelt. Durch viele Gespräche, Veranstaltungen, Netzwerktreffen. Mit inzwischen über 50 Folgen des LIVVING Podcast ist eine klare Haltung entstanden.
Ich verstehe LIVVING heute als offenen Think Tank. Als Denkraum, der sich aus realen Erfahrungen speist. Aus Fragen, die Menschen umtreiben. Aus Beobachtungen dessen, was funktioniert und was nicht.
Innovative Wohnkonzepte: Viele gute Ideen kommen auch von außen
Ein wichtiger Teil davon ist für mich, mutmachende Projekte sichtbar zu machen. Auffällig dabei: Viele der interessantesten Wohnideen kommen nicht aus der klassischen Senior Living- oder Pflege-Branche. Sie entstehen aus persönlichen Erfahrungen. Aus dem Gefühl, dass etwas fehlt. Aus dem Wunsch, es für sich selbst und andere anders zu machen.
Genau darin liegt eine große Chance: Im Zulassen neuer Perspektiven. Im Ernstnehmen anderer Biografien. Im gemeinsamen Weiterdenken.
Jahreskongress Wohnen und Pflege im Alter 2026: LIVVING als Medienpartner
Dass ich im März ein Panel auf dem Jahreskongress Wohnen und Pflege im Alter moderieren darf und LIVVING dort Medienpartner ist, freut mich deshalb besonders.
Unter dem Titel „Vom Servicewohnen bis zur Pflege-WG – (innovative) Wohnformen mit Zukunft” diskutiere ich mit:
- Amelie Drews (DPF GmbH) zum LIVVING-Interview mit Felix von Braun CEO der DPF GmbH
- Carina Krey (Anundo) zum LIVVING-Interview mit ihr
- Maximilian Kronenberg (Fortuna Senioren Wohnen) zum LIVVING Interview über eines der Projekte der Unternehmensgruppe
- Petra Zugmann (Hilde’s Heim an der Lahn) zum LIVVING-Interview mit ihr
Mehrgenerationenwohnen, Senioren-WG, Pflegebauernhof: Was funktioniert wirklich?
Wir sprechen über Mehrgenerationenwohnen, Senioren-WGs, Pflegebauernhöfe, Residenzwohnen und vor allem darüber, welche Konzepte im Stresstest bestehen, was Investoren und Nutzer überzeugt und wie senior:innengerechtes Bauen günstiger werden kann.
Für mich ist diese Einladung ein Zeichen: Der Blick von außen wird nicht nur akzeptiert, sondern gebraucht. Das Thema Leben und Wohnen im Alter wird heute offener diskutiert als noch vor wenigen Jahren.

Leben im Alter neu denken: Warum wir dranbleiben
Diese Entwicklung bestärkt uns, weiterzumachen: Gespräche zu führen. Fragen zu stellen. Menschen zusammenzubringen. Und Räume zu schaffen, in denen anders über das Älterwerden nachgedacht werden darf.
Denn am Ende geht es nicht nur um Konzepte, Renditen oder Strukturen. Es geht um Lebensentwürfe. Und um die Frage, wie wir als Gesellschaft älter werden wollen.
Orientierung für selbstbestimmtes Wohnen im Alter
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Claudia Mattheis

Claudia Mattheis (Jahrgang 1966) bringt mit 30 Jahren Führungserfahrung als Geschäftsführerin einer Werbeagentur und Chefredakteurin von Print- und Online-Medien strategische Expertise und ein starkes Netzwerk mit. Diese Kombination bildet das Fundament für ihre Mission: LIVVING.de zur führenden deutschsprachigen Plattform für Wohnen & Leben 50plus zu entwickeln. Ihre Leidenschaft für zielgruppengerechte Kommunikation verbindet sie mit einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse der Generation 50plus. Als versierte Netzwerkerin schafft sie Verbindungen zwischen Partnern, die gemeinsam die Lebenswelt einer wachsenden demografischen Gruppe neu denken wollen. Mit ihrem Mann Siegbert Mattheis lebt sie in Berlin-Prenzlauer Berg.
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